HSV Frechen lässt nach klarer Führung nach, sichert sich aber Heimsieg gegen Ehrenfeld
Der HSV Frechen hat sein Heimspiel gegen TuS Ehrenfeld 65 mit 39:36 (19:16) gewonnen. Nach einer insgesamt kontrollierten ersten Halbzeit und einer zwischenzeitlich komfortablen Führung wurde es im zweiten Durchgang jedoch noch einmal unnötig spannend.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Frechen startete mit einer 2:0-Führung (2. Min.), doch Ehrenfeld glich schnell zum 2:2 (7. Min.) aus. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften Tor um Tor erzielten, ohne dass sich zunächst ein Team entscheidend absetzen konnte. Über 13:10 (23. Min.) erspielten sich die Gastgeber schließlich eine erste etwas klarere Führung. Bis zur Pause konnten die Lions diesen Vorsprung behaupten, sodass beide Mannschaften beim Stand von 19:16 in die Kabinen gingen. Co-Trainer Daniel Wardzinski sah trotz der Führung noch Verbesserungspotenzial: „Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit eigentlich unter Kontrolle, lassen aber zu viele freie Würfe nach gut herausgespielten Chancen liegen und kassieren gleichzeitig ein paar einfache Gegentore zu viel. Da hätten wir das Spiel schon deutlicher in unsere Richtung lenken können.“
Nach dem Seitenwechsel kam der HSV zunächst gut aus der Kabine und baute die Führung weiter aus. Beim 27:21 (39. Min.) schien Frechen die Partie klar im Griff zu haben. Doch in der Folge verlor das Spiel der Lionsan Konsequenz, während Ehrenfeld die sich bietenden Möglichkeiten besser nutzte. Ehrenfeld kämpfte sich im weiteren Spielverlauf bis auf ein Tor heran (30:29, 51. Min.) – damit war die Partie wieder vollkommen offen. Wardzinski fand dafür deutliche Worte: „Wir waren nach der Anfangsphase der zweiten Halbzeit eigentlich klar im Fahrwasser. Aber danach muss sich jeder Einzelne hinterfragen. Das war nicht mehr der Anspruch, den wir als Mannschaft haben. Wir haben zu wenig als Team agiert und zu viele Einzelaktionen gehabt. In der Defensive hatten wir in dieser Phase überhaupt keinen Zugriff und haben Ehrenfeld einfache Tore ermöglicht.“ Glücklicherweise konnte Frechen in den letzten zehn Minuten noch einmal zulegen, fand zurück zu mehr Struktur im eigenen Spiel und entschied die Partie am Ende mit 39:36 für sich.
Das Fazit des Co-Trainers fiel entsprechend kritisch aus: „Am Ende zählen die zwei Punkte, aber mit der Einstellung nach der 40. Minute bin ich nicht einverstanden. Wir haben zu früh gedacht, das Spiel ist entschieden und genau das darf uns nicht passieren.“ Trotz der Schwächephase im zweiten Durchgang steht für den HSV Frechen ein verdienter Heimsieg, der gleichzeitig aufzeigt, dass über die gesamte Spielzeit hinweg noch konstanter und fokussierter agiert werden muss.
HSV Frechen:
D. Beer, Klein (beide TW), Goetz (8), M. Beer (6/1), Förster (4), Kurth-Müller (4), Priel (4), Trimborn (4), Walter (3), Börsch (2), Bittner (2), Michels (1), Senger (1), Coenen, Erbes, Schumacher
In einer richtungsweisenden Partie im Tabellenkeller trafen die 1. Damen des HSV Frechen (Platz 12) auf die 1. Damen des Pulheimer SC (Platz 13). Vor dem Spiel trennten beide Teams sechs Punkte – entsprechend groß war die Bedeutung der Begegnung für die Gastgeberinnen, um sich weiter vom Relegationsplatz abzusetzen.
Von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfte und enge Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beide Teams agierten mit viel Einsatz, jedoch auch mit einigen technischen Fehlern und Unkonzentriertheiten, die den Spielfluss immer wieder unterbrachen.
In der 16. Minute gelang es dem HSV Frechen erstmals, sich etwas Luft zu verschaffen: Mit einem Vier-Tore-Lauf setzten sich die Gastgeberinnen zwischenzeitlich ab und schienen die Partie besser in den Griff zu bekommen. Doch Pulheim ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich bis kurz vor der Halbzeit wieder heran. So ging es mit einer knappen 13:12-Führung für Frechen in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel hart umkämpft. Frechen fand zunächst nicht zurück zur nötigen Sicherheit. In der 45. Minute war es dann soweit: Beim Stand von 18:19 gerieten die Gastgeberinnen erstmals in Rückstand.
Doch genau in dieser Phase zeigte Frechen Moral und großen Kampfgeist. Angetrieben vom unbedingten Willen, die wichtigen Punkte zu Hause zu behalten, stabilisierte sich die Mannschaft sowohl in der Defensive als auch im Angriff. Mit einer starken Schlussphase drehten die Frechenerinnen das Spiel zu ihren Gunsten.
Am Ende stand ein verdienter 24:21-Erfolg auf der Anzeigetafel – ein wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt, der vor allem durch Einsatz, Teamgeist und eine deutliche Leistungssteigerung in den letzten Minuten gesichert wurde. Die Damen des HSV Frechen stehen nun mit 14:28 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz.
Aufstellung: H. Hollweck, M. Hollweck (beide TW), Bittner (1), Böhnert, Börck (4), K. Büttner (3), M. Büttner, Hörbelt, Lagermann (1), Luig, Mohr (2), Möller (7), Nuss (2), Schulze Zumloh (2), Wipperfürth (2), Witzel
HSV Frechen III vs. Longericher SC IV (26:22)
Der HSV Frechen III setzt sich am Montagabend in einem intensiven Spiel mit 26:22 (13:12) gegen Longericher SC IV durch.
Von Beginn an war klar: Das wird kein leichtes Spiel. Beide Mannschaften starten Kopf an Kopf in die Partie und das änderte sich über die gesamte erste Halbzeit nicht. Frechen kommt vor allem über die schnelle zweite Welle immer wieder zu einfachen Toren, lässt aber gleichzeitig einige klare Chancen liegen. Das Spiel hätte schon früh in Richtung der Frechener fallen können aber mit 13:12 ging es knapp in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zieht Frechen das Tempo weiter an. Die zweite Welle funktioniert weiterhin gut, dazu kommt mehr Zugriff in der Abwehr. Zwischen der 30. und 40. Minute setzt sich Frechen erstmals etwas ab. Longerich bleibt aber dran, nutzt Frechener Fehler und verkürzt zwischenzeitlich wieder auf zwei Tore.
Entscheidend ist die Schlussphase: Frechen bleibt stabil, trifft in den wichtigen Momenten und bestraft Longericher Ballverluste konsequent. Trotz einiger technischer Fehler hält die Mannschaft den Vorsprung und bringt den Sieg souverän ins Ziel.
Packendes Spiel, hohes Tempo, viele zweite Wellen, aber auch zu viele liegen gelassene Chancen. Unterm Strich trotzdem ein verdienter Heimsieg.
HSV Frechen III:
J. Schmitz (TW), S. König (TW)
Marvin Müller-Pleuß (6), Sebastian Lipphaus (6/5), Mattar (4), Christopher Neuenhaus (2), Fabian Stahl (2), Timo Oblontzek (2), H. Thamlaoui (2), S. Bergwitz (2)